Hanns-Werner Heister


1946 in Plochingen/Neckar geboren; studierte 1965-1977 Musikwissenschaft, Germanistik und Linguistik in Tübingen, Frankfurt/Main und Berlin (TU). Dr. phil. 1977; Habilitation an der Universität Oldenburg 1993.

1971-1992 freiberufliche Tätigkeit bei verschiedenen bundesdeutschen Rundfunkanstalten, Zeitungen und Zeitschriften; u.a. Co-Autor und Co-Regie bei Fernsehsendungen Musik-Box (SWF, 1979), Musica - Internationales Musikfestival in Hamburg (ARD, 1987), Volksmusik - Die neue deutsche Welle?  (ARD, 1989);

1977-1979 Koordinationsassistent beim Funkkolleg Musik; 1978-1982 Mitarbeiter beim  Bibliographischem Institut Mannheim: Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Redakteur und Autor des Musikteils von Band 26 (Nachträge) Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Schülerduden Musik, Meyers Taschenlexikon Musik. 1980 -1984 Leiter der Plochinger Musikschule 1945 e.V.

 

Lehraufträge für Musik-Soziologie an der Hochschule für Musik Berlin 1971-1973, an der Hochschule der Künste Berlin 1980, 1980/81 und 1984/85 (Warenästhetik und Massenkultur; Kulturarbeit und Freizeit), für Musik-Soziologie und Musikästhetik an der TU Dresden (1994-1995) und für Musik im NS der Universität Wien SS 1999.

1992-1998 Professor für Musikkommunikation und Musikgeschichte an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ Dresden, seit Wintersemester 1998/99 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg; Gastprofessuren an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar für Systematische Musikwissenschaft 1994-1995; 1997-1999 als Wissenschaftlicher Leiter des DFG-Forschungsprojekts „Entartete Musik“ - Weimar und die Ambivalenz sowie des DFG- Kolloquiums Der Fall Weimar. Moderne und Antimoderne im Spannungsfeld des 20. Jahrhunderts.

 

Veröffentlichungen zur Methodologie der Musikwissenschaft, zu Musikästhetik und Musiksoziologie, zu politischer, populärer und Neuer Musik, zu Musik im NS, im Widerstand und im Exil (Schwerpunkte u.a. Karl Amadeus Hartmann, Hanns Eisler, Kurt Weill), zu Opernästhetik und -geschichte, zu Medien und Institutionen der Musikkultur; zu Musikanthropologie (v.a. Anthropogenese/Vor- und Frühgeschichte, Natur- und Geschlechterverhältnisse), zu Musik und ihren Beziehungen zu anderen Künsten.



Derzeitige Forschungsschwerpunkte (Stand 8-2008):

 

Musik und Macht (Musiksoziologie, Musikgeschichte, Musikästhetik)

 

Musik und Mathematik (Musikgeschichte, Musikästhetik)

 

mit interdisziplinärem Akzent:

 

Musik und Sexualität (Musikanthropologie, Sexualwissenschaft, Psychoanalyse)

 

Fest, Gesamtkunstwerk, Ritual: Die Mimetische Zeremonie (Musik-, Theater-, Medienwissenschaft, Kunstgeschichte, Ethnologie, Geschichte, Ästhetik u.a.m.)

 

Entstehung der Kunst (Musik-, Sprach-, Kommunikations-, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, Ur-/Frühgeschichte u.a.m.)